Zukunftsdialog – Vorschlag „Die Diskriminierung Übergewichtiger stoppen“

Dialog

Mit www.dialog-ueber-deutschland.de ist seit dem Frühjahr 2011 eine Plattform online, die sich mit dem Dialog über die Zukunft Deutschlands beschäftigt.

Diese Initiative geht von unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel aus, die nicht nur mit Wissenschaftlern und Praktikern über Deutschlands Zukunft sprechen möchte, sondern auch die Sicht der BürgerInnen kennenlernen möchte. Deshalb kann hier jeder Mitbürger Vorschläge einreichen und diskutieren.

Der Dialog wird in drei Kategorien (Themenfelder) eingeordnet:

  • Wie wollen wir zusammen leben?
  • Wovon wollen wir leben?
  • Wie wollen wir lernen?

Insbesondere nach der Rede unseres neuen Bundespräsidenten Joachim Gauck, der in seiner Begrüßungsrede davon sprach, dass wir Bürger  Gestalter bzw. Mitgestalter seien und die Distanz zwischen uns Bürgern und den demokratischen Institutionen zu groß sei, bekommt diese Initiative eine noch größere Bedeutung.

Ich kannte diese Diskussionsplattform zwar bereits, wurde jetzt jedoch per E-Mail von Natalie darauf aufmerksam gemacht (vielen Dank dafür an dich!), dass dort ihr Vorschlag zu Abstimmung und Diskussion steht, der uns speziell betrifft und den wir dringend unterstützen sollten: Die Ergänzug des Artikels 3 (3) des Grundgesetzes. Dort steht:

„Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“
Quelle: http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_3.html

Die Diskriminierung von Übergewichtigen ist hier nicht inbegriffen. Der Vorschlag in der Rubrik „Wie wollen wir Zusammenleben?“ hat das Ziel, auf die Diskriminierung von Übergewichtigen aufmerksam zu machen und diese zu stoppen.

Da auf der Zukunftsdialog-Seite leider der Text der Vorschlag-gebenden nicht vollständig angezeigt wird, könnt ihr die komplette Version hier lesen: http://www.duschdiva.de/dialog-uber-deutschland/

Ich möchte jeden Leser dieses Artikels bitten, für den Vorschlag abzustimmen und diesen in euren Netzwerken zu teilen, damit möglichst viele abstimmen.

Hier der Direktlink zum Vorschlag:
https://www.dialog-ueber-deutschland.de/DE/20-Vorschlaege/10-Wie-Leben/Einzelansicht/vorschlaege_einzelansicht_node.html?cms_idIdea=13596

Vielen Dank!

 

Autor: Jasmin Jodlauk

Social Media Woman / Bloggerin – www.minsworld.de – www.dick-aber-nicht-doof.de – Bergisch Gladbach/Köln

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3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Natürlich klingt dieser Vorschlag zunächst gut. Doch genau wie die Diskriminierungsverbote bezüglich Rasse, Geschlecht usw. erscheint mir das etwas zu halbherzig. Natürlich beinhaltet ein Verbot immer, dass man als Opfer das Recht auf seiner Seite hat. Das ist sicherlich gut. Aber es verändert trotzdem nicht die Denkweise der Täter. Wer diskriminieren „will“, wird es immer tun, auch wenn es verboten ist. Doch wie lässt sich die Sicht der Menschen verändern?
    Gerade im Bezug auf Übergewicht ist das sehr schwierig. Der Fehler liegt ja bereits in der Bezeichnung selbst. ÜBERgewicht wird als etwas Unnormales und Unerwünschtes hingestellt. Das Warum sollte inzwischen ja kein Geheimnis mehr sein, weshalb ich mir diesen Teil einmal sparen will. Überall wird jedenfalls mehr oder minder offen gegen Übergewicht gehetzt, und das erst konnte ja den Weg für die Diskriminierung bereiten. Nun soll diese auf einmal rechtswidrig sein. Also wird in Zukunft auch auf gewinnbringende Hetzkampagnen verzichtet und das Bild des Dicken in den Medien entsprechend korrigiert? Eine solche Veränderung wäre natürlich wünschenswert, dürfte aber wohl kaum eintreten. Solange ein höheres Gewicht als krankhaft, unästhetisch und in jeder Hinsicht verwerflich dargestellt wird, bringt auch ein Diskriminierungsverbot nichts. Vor allem ändert es nichts bei Menschen, die sich mangels eigener Denkleistung bereits voll auf dieses Thema eingeschossen haben.
    Menschen müssten grundsätzlich stärker für einen respektvollen Umgang miteinander sensibilisiert werden. Immerhin möchte doch eigentlich jeder anständig und fair behandelt werden. Daher halte ich diese konkrete Auflistung im Grundgesetz für überflüssig. Niemand darf diskriminiert werden. Punkt. Vielmehr sollten Kriterien erläutert werden, woran eine Diskriminierung eindeutig zu erkennen ist.
    Denn eines sollte doch klar sein: Wer Dicke nicht mit Respekt behandelt, der wird auch andere Menschen nicht besser behandeln. Weil er vor allen Dingen sich selbst nicht gut behandelt. Wer mit sich selbst respektvoll und achtsam umgeht, der tut dies auch bei seinen Mitmenschen – und zwar ohne Ausnahme.

    • Aber genau das gleiche wird doch auch mit den Untergewichtigen gemacht…. ich verstehe das nicht so ganz. Ich erlebe das immer wieder so, dass die Leute sich selbst ins Recht setzten wollen, indem sie die anderen schlecht machen, das gilt in beiden Richtungen. Das ist normal menschliches Ego. Wieso sollte das nur das Thema Übergewicht betreffen? Ich bin normalgewichtig aber sehr schlank (BMI 19,7) Wie oft bin ich schon von fülligeren „angegangen“ worden (so wie ich es nie bei dicken machen würde!!!), wie dürre ich doch wäre, dass ich mehr essen müsste etc… Dabei bin ich einfach so und hungere nicht! Ich hab mir schon überlegt ob ich das nächste mal antworte: mein Gott, wie dick du bist… (So was wird nämlich nicht toleriert, aber ich soll solche Kommentare einstecken???) Das gleiche, wenn es um mein gesundes Essen geht, oder um anti-rauchen, was auch immer. Hier wird immer versucht, die anderen schlecht zu machen, die gesünder leben, weil man sich schlecht fühlt mit dem eigene Verhalten, aber nichts ändern will? Sorry, das ist meine Erfahrung.

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