Wer mich Dick nicht mag, mag mich auch nicht in dünn! – „The power of positive thinking“

Alle dicken, oder üppigeren Menschen kennen es, wenn sie sich vor Ihre Haustür begeben: verstohlene, abschätzende, teils mitleidige und auch mal starrende Blicke unserer ’normalgewichtigen‘ Mitmenschen. Man sieht ihren Gesichtern die Gedanken geradezu an, nicht zuletzt, weil sie oft genug auch ausgesprochen wurden;
» hast du die/den gesehen man war die/der vielleicht dick «, oder »der/die kann bestimmt keine Leistung bringen auf der Arbeit, wer nimmt denn den, der fällt doch sicher ständig wegen Krankheit aus«, oder »so wie der/die ausschaut ist der/die Arme bestimmt „Solo“, wer will schon so jemanden als Partner«!

Sind wir mal ehrlich, auch wenn sich das optische Bild in der Gesellschaft langsam durch immer mehr übergewichtige Menschen im Verhältnis zu den „normalgewichtigen Menschen“ angleicht, „Dicke“ stechen nun einmal heraus aus der Menge, wie jeder Makel der dem Ideal der Gesellschaft nicht entspricht!

In einer Zeit, in der Menschen eher danach streben Ansehen als lebendiger Kleiderständer oder als vermeintlich gesponserter Superstar zu erlangen und uns über vierzigjährige Berühmtheiten auf Covern bekannter Magazine, in der Werbung und/oder Filmen, dank dem Wissen erfahrener Retuscheure für perfekte Bildbearbeitungen, faltenfrei, mit perfekter Figur entgegen lächeln, ist es noch schwieriger, dem Schönheitsstatus der Gesellschaft zu entsprechen.

Aber warum sollten wir das? Warum lassen wir uns ständig von der Gesellschaft beeinflussen?

Die Antwort ist eigentlich einfach, weil wir selbst uns nicht akzeptieren und dem Ideal entsprechen wollen!!!!

Ist denn unser Verständnis von Schönheit bzw. sozialer Akzeptanz so viel anders? Wollen wir denn nicht genauso erfolgreich und attraktiv sein und gemocht werden? Mögen wir denn wirklich selbst was wir sehen und auch oft am eigenen Leib spüren?

Klar wollen wir, nur der Weg dahin ist schwer oder auch manchmal gar nicht zu erreichen?

Also, was tun? Was bleibt Menschen die nicht dem gesellschaftlichen Gefüge entsprechen?
Und wieder gibt es eine Antwort darauf: “Akzeptiere dich selbst, liebe dich doch einfach, definiere dich durch dich selbst und nicht durch andere“!

Jetzt die Frage, wie soll man sich den lieben, wenn die Gesellschaft einen nicht akzeptiert? Hier die Antwort:  Programmiere dein Computer-Gehirn positiv um!

Unser Gehirn funktioniert tatsächlich wie ein Computer und wir haben durchaus die Fähigkeit, dieses für uns zu nutzen. Das klingt einfach und ist auch einfach.Nur wer sich selber mag, steht sich selbst auch nicht mehr im Weg. Man wird freier, positiver und selbstbewusster in seinem Auftreten und Verhalten. Negativer Einfluss von außen prallt gleichmütiger an einem ab.

Schluss mit dem „mich mag niemand“ jetzt heißt es „ ich mag mich“!!!!

Interesse geweckt? Na dann am besten gleich damit starten.

Was ist zu tun? Ein Computer braucht eine Basis um zu funktionieren, die ist im Gehirn bereits von Natur aus gegeben. Was benötigt ein Computer noch um zu funktionieren? Richtig, „Eingaben“, damit er weiß was er tun soll! Und wir geben ihm reichlich davon in Form von gedanklichen positiven Sätzen, damit das Gehirn ordentlich zu tun hat und wir einen fühlbaren Erfolg.

Die Eingaben bzw. Sätze müssen positiv gestaltet sein, wie z. B. „ ich mag mich“, oder „ ich akzeptiere mich, wie ich bin“! Aber aufgepasst,  damit es funktioniert dürfen keine “ Verneinungen“ in die Sätze einfließen, wie z.B. „ich bin nicht hässlich“. Das Gehirn kann „Verneinungen“ nicht positiv umsetzen.

Ansonsten kann diese Übung um belieb viele Sätze ergänzt werden und passt zu allem, was wir für uns selbst erreichen wollen. Allerdings sollte man sich selbst auch nicht überfordern und erst einmal nur mit 1 – 3 Sätzen starten.

Und los geht’s! Am besten beginnt man damit, sich die Sätze aufzuschreiben, denn es dauert eine Weile, bis man sie verinnerlicht hat. Danach sollte man sich, so oft es geht, den Satz oder die Sätze im Gedanken aufrufen und immer wieder im Gedanken abspielen, immer dann, wenn geistiger Leerlauf besteht. Das kann morgens und auch abends vor dem Spiegel sein, beim Warten an einer Roten Ampel, beim Bügeln und allen Gelegenheiten, in denen wir nicht angestrengt und konzentriert sein müssen.

Je öfter desto besser und umso schneller nimmt das Gehirn die Sätze auf und setzt sie in richtige Gefühle um. Diese Übung, so die Psychologie,  sollte über einen Zeitraum von 30 Tagen laufen bis das Gehirn die Sätze vollständig akzeptiert hat und auch als Gefühl wieder gibt. Daher sollte man sich auf keinen Fall entmutigen lassen, wenn sich das Gefühl, sich zu akzeptieren, zu mögen, nicht sobald einstellt. Das ist menschlich individuell und auch von der jeweiligen persönlichen Situation abhängig. Also tapfer weiter denken.

Es lohnt sich durchzuhalten! Was kostet die Anstrengung mit einem kleinen Satz schon um sich dann ein ganzes Leben selber zu mögen. Nebenbei bemerkt, diese Übung funktioniert mit allem was wir erreichen wollen.

Also auf gutes, positives „Denken“!

Autor: Ute

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6 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Interessanter Artikel! Nur der erste Absatz irritiert mich. Ich, ein klassisches Rubensmodell, habe sehr feine Antennen und gute Ohren – aber abschätzige Blicke und dumme Sprüche sind mir eigentlich noch nie untergekommen! Ich bin viel unterwegs, und man behandelt mich nicht schlechter, als andere Menschen. Im Gegenteil – ich bin meist sehr freundlich, und entsprechend freundlich ist man auch zu mir! Ist es tatsächlich einfach so, dass das Mantra wirkt? „Ich mag mich“, „Ich bin nicht hässlich“ usw. – das sollte doch selbstverständlich sein. Und so lebe ich eigentlich schon immer. Oder woran könnte es sonst liegen? Ich staune immer ein wenig, wie schlecht die soziale Situation von dicken Menschen eingeschätzt wird. Diese Erfahrung konnte ich noch nie machen. Würde mich über sehr über Antworten freuen!

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